Schumann-Musik in sächsischen Alltag wiederentdeckt
Robert Schumann wird in Zwickau und in ganz Sachsen nicht nur verehrt, sondern natürlich auch gern gehört. Mehr als irgendwo anders wird, z. B. in der Gastronomie, öfters mal klassische Musik aufgelegt, wobei die Stücke von Schumann besonders gut zu einem festlichen Dinner passen. In Zwickau, Dresden, Leipzig und vielen anderen Kulturstädten Sachsens findet Robert Schumann aber nicht nur auf den Spielplänen großer und kleiner Konzertsäle seinen Platz, sondern auch im CD-Regal viele privater Haushalte.
Viele, die beim Wohnen auf Zeit Leipzig oder andere sächsische Städte kennengelernt haben, wurden z. B. auch im Wartezimmer beim Zahnarzt mit Schumann-Musik beruhigt, haben beim Friseur den Klängen von Schumann gelauscht und selbst einige Taxifahrer legen in der Rush-Hour Schumann ein, weil man damit einfach besser fährt. So lernt man auch als Besucher schnell die wichtigsten Stücke Schumanns kennen, ohne dass man sich einmal in irgendein Konzert begeben hat.
Auch viele große Kaufhäuser haben erkannt, dass die Beschallung mit klassischer Musik – vorzugsweise Schumann – die Kunden viel positiver und entspannter stimmt, als die gängigen Titel aus den Charts. „Das dud rischdisch gud, nisch immer nur das Gedudl ausm Radio zu hörn. So häld man es och mal ohne Gopfschmerzn bis zum Feieramd aus“, berichtet eine Verkäuferin eines großen Möbelgeschäftes, während sie die neue Bettenkollektion von Hasena Woodline aufbaut. Vor allem die Kunden fühlen sich hier viel wohler, lassen sich mehr Zeit beim Schlendern durch die Gänge und entscheiden sich meist für qualitativ hochwertigere Produkte als früher.